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Die Geschichte des Belgischen Schäferhundes
Überall in Europa, wo Schafzucht betrieben wurde, entwickelten sich aus sogenannten Landschlägen, also aus regional vorhandenen Hundepopulationen, Hirten- und Hütehunde.
Die Hirtenhunde waren
eher schwere, schlappohrige Hunde, die der Abwehr von Feinden dienten.
Hütehunde dagegen wurden eingesetzt, um die Herden zu treiben; sie waren eher mittelgroß, stehohrig, relativ leicht, sehr flink und unermüdlich,
genügsam und wetterfest. Hütehunde zeichnen sich durch ein sehr hohes Aufmerksamkeitspotential aus, das sie dazu befähigt, ganz ausgezeichnet im Rudel oder mit dem Menschen zu arbeiten.
Anfang des 19. Jahrhunderts gab es
riesige wandernde Schafherden in Europa, aber die europäischen Hütehunde sind nicht unbedingt miteinander verwandt; so hat etwa die Geschichte des Deutschen Schäferhundes nichts mit der Geschichte des Belgischen Schäferhundes
gemein.
Am 15.November 1891 rief Professor Reul vom tierärztlichen Institut in Curegham/Belgien alle damaligen Hirten und Besitzer von Hirtenhunden auf, ihre Hunde begutachten zu lassen. Es wurden ihm über 100 solcher
Hunde vorgeführt, die natürlich in Farbe und Fellstruktur bis dahin recht unterschiedlich waren. Professor Reul erklärte den Hundebesitzern, wie er sich seinen Idealtyp vorstelle und bat die Züchter, nur Hunde derselben Haarart
zu verpaaren.
Aus diesen ersten Anfängen entstand 1892 der erste Rasse-Standard, der drei Haararten (Lang,- Kurz-, Rauhhaar) und alle Farben von rot (fauve) bis schwarz zuließ.
Über die Jahre wurde der Standard
noch mehrmals geändert, zuletzt 1989. Er umfaßt jetzt vier Varietäten des Belgischen Schäferhundes, wobei diese ihre Namen nach den Ortschaften erhielten, in denen ihre Züchter/Besitzer damals lebten.
Beim
Groenendael , Langhaar, ist nur einfarbig schwarz erlaubt.
Beim Tervueren, Langhaar, wird die Falbfarbe mit schwarzer Wolkung (fauve charbonné) den anderen Tönungen (etwa beige, braun, grau) vorgezogen.
Beim Malinois (Melchener), Kurzhaar, ist nur Falbfarbe mit schwarzer Wolkung erlaubt.
Beim Laekenois (Lakenser), Rauhhaar, ist Falbfarbe mit Spuren einer schwarzen Wolkung hauptsächlich an Fang und Rute
vorgeschrieben.
Die gewünschte Größe beträgt für:
Rüden 60cm - 66cm
Hündinnen 56cm - 62cm
Den kompletten FCI-Standard für den Belgischen Schäferhund (Berger
belge) finden Sie bei unserem Rassehund- Zuchtverein Belgische Schäferhunde Berlin e.V.
Rassebeschreibung
Beim Groenendael handelt es sich um den langhaarigen, schwarzen Belgischer Schäferhund. Beim Tervueren,
ebenfalls langhaarig, kann man verschiedene Farben von mahagoni, braun, beige bis grau jeweils mit schwarzem Anflug und schwarzer Maske antreffen.
VORZÜGE
Ausgezeichneter Wachhund, ausgeprägter Schützerinstinkt, hochintelligent, sehr temperamentvoll, reaktionsschnell, ausdauernd, robustes Naturell, widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse, leicht zu pflegen.
ZU BEACHTEN
Viel menschlicher Kontakt, eine freundliche, doch feste Führung und ausreichende Bewegung sind für ihn lebenswichtig.
GEBRAUCHSHUNDTÜCHTIGKEIT
Sowohl Groenendael als auch Tervueren haben bei Gebrauchshundeprüfungen und Leistungswettbewerben über Jahrzehnte hinweg ihre Gebrauchstüchtigkeit bewiesen. Sie lernen in den Händen eines erfahrenen
Ausbilders alles, was man von Ihnen verlangt und sie können dabei einen unglaublichen Arbeitseifer entwickeln.
ALLGEMEINE ERSCHEINUNG
Mittelgroßer,
eleganter Hund, gut proportioniert, der Körper quadratisch gebaut.
GRÖSSE
Rüden 60 - 66 cm, Hündinnen 56 - 62 cm
KOPF
Er soll langschädlig und gestreckt sein. Die Stirn- und Nasenrückenlinie sollen parallel verlaufen. Mäßiger Stop.
AUGEN
Mittelmäßig groß, dunkel und mandelförmig
OHREN
Hoch angesetzt, klein, dreieckig und gut aufrecht getragen. Die Ohrmuschel ist an der Basis gut gerundet und nicht zu
breit.
HAAR
Das Oberhaar soll sowohl beim Groenendael als auch beim Tervueren lang, glatt und üppig sein, dabei weder seidig noch drahtig, sondern mittelfest.
Die Unterwolle muß sehr dicht sein. Am Kopf, an der Außenseite der Ohren und an den unteren Teilen der Läufe wird die Behaarung kürzer gewünscht.
Die Ohröffnung soll vom Haar bedeckt sein, das Haar um den Hals
besonders lang. und reich, eine Art Halskragen bildend. Die Rückseite der Vorderläufe soll lang befranst sein, desgleichen die Hinterläufe und die Rute.
Der Rüde hat längeres Haar als die Hündin.
RUTE
Sie ist mittellang mit kräftigem Ansatz. In der Ruhe soll sie herabhängen, wobei ihre Spitze in Höhe des Sprunggelenkes leicht zurückgebogen ist; in Bewegung wird sie gehoben. Die
Rute sollte aber nie geringelt oder nach einer Seite des Rückens hin gebogen sein.
PFOTEN
Leicht oval, die Zehen leicht gebogen, gut geschlossen, die Ballen dick und
elastisch, die Krallen dunkel und stark.
GANGWERK
Dar Gang ist raumgreifend und ungezwungen, die normale Gangart ist der Trab. Der Belgische Schäferhund hat von allen
Hunderassen am ursprünglichsten das Trabergebäude bewahrt, wie es in der freien Wildbahn der Wolf oder der Wildhund hat.
So ursprünglich wie sein Gangwerk, so ursprünglich ist der Belgische Schäferhund auch
in seinem Instinktverhalten.
Es ist dies mit eine Eigenschaft, die seine Liebhaber immer wieder aufs Neue fasziniert.



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